Townhäuser – praktisch und individuell zugleich

Der neue Wohntrend in den Großstädten, in denen Bauland rar und teuer ist, sind die so genannten Townhäuser.

In Zeiten, in denen es die Bevölkerung aufgrund des besseren Arbeitsmarktes vermehrt in die Städte zieht, sind die hohen, schmalen Townhäuser im Kommen. Sie bieten neben dem herkömmlichen Raum eines Einfamilienhauses modernes Design auf vier oder mehr Etagen, benötigen dafür aber ein erheblich kleineres Grundstück. Vorbild sind die eher schmalen Häuser aus dem 19. Jahrhundert bzw. Beginn 20. Jahrhunderts und auch die Grachtenhäuser unserer niederländischen Nachbarn entstehen nach gleichem Muster. Die Architektur eines Townhauses sieht pro Etage nur zwei Zimmer vor, eines geht nach vorne, eines nach hinten heraus. Im Erdgeschoss befindet sich zumeinst Raum, der gewerblich genutzt werden kann. Der Vorteil der Stadthäuser liegt auf der Hand: aufgrund Ihres schmalen Grundrisses, in der Regel sind die Townhäuser selten breiter als fünf Meter, eignen sie sich bestens, um Baulücken zu schließen. 

Das Townhaus ist auch als Reihenhaus denkbar. Bereits realisiert wurde diese Bauform in Köln im Junkersdorfer Stadtwaldviertel. Hier baute das Architekturbüro Hellriegel 13 Townhauses in Reihe, wobei jede einzelne Wohneinheit auf vier Etagen rund 200 Quadratmeter zur Verfügung hat. Beim Innenausbau konnte aus sechs verschiedenen Varianten ausgewählt werden, so dass jedes Haus seine Individualität behalten hat.

Noch schrecken viele Investoren vor der modernen Variante des urbanen Wohnens zurück. Sie befürchten hohe Erschließungskosten bzw. zweifeln an der Akzeptanz der Townhäuser. Experten sehen in den modernen Wohnobjekten jedoch die Zukunft des Wohnens in der Stadt und sehen auch die Bezahlbarkeit gesichert, da im Erdgeschoss meistens gewerblich nutzbare Flächen eingeplant sind. Durch die Mieteinnahmen wird der Wohnraum in den Townhäusern so auch in bester Citylage bezahlbar.

In Deutschland ist Berlin führend, wenn es um die Realisierung von Townhäusern geht. So entstanden beispielsweise in Berlin Mitte zahlreiche der schmalen, modernen Immobilien, die nun dazu beitragen, Baulücken im Regierungsviertel zu schließen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Schmal müssen diese Townhäuer nicht unbedingt sein. Am Friedrichwerder gibt es einige Häuser, die durchaus durch ihre Breite bestechen. Zugegeben – im Vergleich zu freistehenden Einfamilienhäusern durchaus ein berechtigtes Argument. Es gibt tatsächliche einige Townhäuser in Berlin, die in letzterer Zeit entstanden oder geplant worden sind, die durch schmale Treppen auffallen, wie sie oft bei Dachgeschosswohnungen oder Maisonette-Wohnungen in Mitte oder Prenzlauer Berg vorzufinden sind. Aber das ist nun einmal so in den zentralen Lagen der Haupstadt. Aber es gibt durchaus auch Möglichkeiten. Bei den Häusern in der Scharnhorststrasse besteht die Möglichkeit bei Mehrplatzbedarf zwei Häuser zu erwerben und Zimmer auf verschiedenen Etagen als Studio zu öffnen. Oder gleich in der Nähe in der Kieler Strasse Townhäuser mit Breiten zwischen 5,50 und 7 Metern zu erwerben. http://www.Hafenquartier-Mitte.com demonstriert ein anprechendes Konzept. Oder auch die drei Häuser Mulackstrasse Ecke Gormansstrasse zeigen, dass anders geht.

    Schmal müssen Townhäuser nicht unbedingt sein.

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