U2-Gitarrist The Edge — ein Bauprojekt und die lieben Nachbarn

The Edge will bauen. Fünf brandneue Villen in Malibu sollen es werden. Aber die Nachbarn machen Ärger und… haben vielleicht sogar Recht damit?

Promistadt mit Traumvillen
Malibu liegt etwa 45 Kilometer von Los Angeles entfernt, ist ein relativ kleiner Ort und wäre wohl nicht derart berühmt, wenn nicht derart viele Berühmte dort zeitweise oder ganz leben würden. Britney Spears, Jennifer Aniston, Halle Berry und viele andere Menschen mit klingendem Namen schlendern hier bisweilen durch die Straßen. Mel Gibson besitzt in Malibu eine Villa mit Kirche im Wert von vielen Millionen Euro. James Cameron besitzt ebenfalls eine „bescheidene Hütte“ und der nicht ganz so bekannte, aber reiche Sohn des Präsidenten von Äquatorial-Guinea residiert in einem 35-Millionen-US-Dollar-Anwesen, zu dem unter anderem ein eigener Golfplatz und acht Badezimmer gehören.

Ein Mann namens The Edge
Auch The Edge ist Bewohner von Malibu. The Edge heißt — für alle, die es noch nicht wissen — mit bürgerlichem Namen David Howell Evans. Seit 1976 spielt dieser David Howell Evans bei einer Band, die nach diversen Namenswechseln U2 genannt und weltberühmt wurde. „U2“ ist eine der Bands, die nicht allein für ihre Musik bekannt sind, sondern auch für ihr Engagement für soziale Belange und für die Umwelt. Amnesty International oder Greenpeace sind Beispiele für Organisationen, die von U2 unterstützt wurden. Jener The Edge genannte Musiker, der mit bürgerlichem Namen David Howell Evans heißt, unterstützt dieses Engagement. Und nun… möchte er in Malibu bauen.

Ein Plan und viel Kritik
Fünf Villen sind geplant. Stehen sollen sie auf Hügeln, die zwischen Serra Retrea, einem Ortsteil Malibus, und Latigo Canyon liegen. Etwa 15 Millionen US-Dollar musste The Edge für das Grundstück bezahlen, das einen fantastischen Blick aufs Meer bietet. Anderen dürfte der Blick aufs Meer allerdings möglicherweise schwer fallen, wenn Evans seine Villen erst einmal gebaut hat. Manch einer fürchtet, dass ihm die Sicht zukünftig verwehrt bleibt. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum es Kritik an den Bauplänen von The Edge gibt. Für das Projekt müssen möglicherweise 50.000 m³ Erde abgetragen werden, Flora und Fauna sollen in Gefahr sein. The Edge verteidigt sich unter anderem damit, dass die Villen umweltfreundlich gebaut werden sollen und dass er die Kritik nicht verstehen könne. Möglicherweise geht es in Malibu aber nur vordergründig um die Villen und im Hintergrund eher um das Verhältnis zwischen Promis und Nicht-Promis im kleinen Ort, vermutete die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Artikel vom 31. Mai 2009. „Malibu gehört mir“ soll etwa Mel Gibson der Zeitung zufolge einst gesagt haben. So etwas kann einem die ganze Promi-Zunft verleiden.

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