Mieten verschlingen beträchtlichen Teil des Einkommens (ein Beispiel: Berlin)

Was manch ein Mieter sich bereits gedacht hat, wird durch eine neue Studie belegt. Für die Miete muss in Deutschland durchschnittlich mehr als ein Drittel des Einkommens aufgewendet werden.

Jüngst hat sich der Maklerverband IVD einmal das Verhältnis zwischen Mieten und Einkommen in insgesamt 100 Städten angesehen. Hauptergebnis: Insgesamt 35% des Einkommens müssen von den Mietern in diesen 100 Städten für die Warmmiete eingeplant werden. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten sind jedoch hoch: in Freiburg sind Mieter durchschnittlich gezwungen, 43,8% des Einkommens für die Miete auszugeben; über 40% des Einkommens sind beispielsweise auch in den Städten Stuttgart, Rostock und München zu bezahlen. Viel besser sieht die Situation in Gütersloh aus, wo etwa 25% des Einkommens für die Miete wegfallen und in Hamm und Flensburg, wo der Prozentsatz etwa 28% beträgt. Abhängig ist das Verhältnis von Einkommen und Mieten von seinen beiden Komponenten in jeweils unterschiedlichen Anteilen. In Freiburg als Studentenstadt beispielsweise liegt das für Mieter ungünstige Verhältnis von Miete und Einkommen am relativ niedrigen Einkommen vieler studentischer Einwohner Freiburgs.

Insgesamt trifft der IVD die Aussage, dass Deutschlands Mieten im internationalen Vergleich niedrig sind, allerdings sieht die Situation — so der IVD — insbesondere in Städten mit vielen Menschen, deren Einkommen eher niedrig ist, anders aus. Beispiel für eine solche Stadt ist Berlin. Nach Angaben aus der IVD-Studie betragen die durchschnittlichen Nettoeinnahmen pro Monat 1496,43€. Nur die Einwohner Bremerhavens verdienen laut Studie noch weniger. Da die durchschnittlichen Mieten in Bremerhaven allerdings wie die Einnahmen der Stadtbewohner relativ niedrig sind, beträgt die Durchschnittsbelastung durch die Miete „nur“ 34,19%, während in Berlin durchschnittlich 40,6% des Einkommens für die Miete aufbewahrt werden müssen. Eine im Allgemeinen etwas mehr entspannte Situation für Berlin zeigt der im Februar/März 2008 von der Wohnungsbaugesellschaft GSW und dem Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) erstellte Berliner Wohnkostenatlas:

Nach diesem Atlas sind in Berlin im Durchschnitt 24,2% des Einkommens für die Kaltmiete fällig, während für die Miete mitsamt allen Nebenkosten durchschnittlich 30% ausgegeben werden müssen. Interessant sind die Unterschiede in den Berliner Stadtteilen und Quartieren. In Berlin Reinickendorf etwa sind es nur 14% Einkommensanteil für die Miete, während im Quartier Friedrichstraße/Unter den Linden 49,6% des Einkommens der Bewohner für die Kaltmiete und fast 60% für die Warmmiete ausgegeben werden müssen. Damals prognostizierten Experten — so die Berliner Morgenpost am sechsten März 2008 — einen weiteren Anstieg von Mietpreisen in Berlin. Sollte sich das bewahrheiten, könnte die Situation insbesondere für einkommensschwache Gruppen in Berlin schwierig werden.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Längst haben die Mieten, zusammen mit den ständig steigenden Nebenkosten, eine schwindelerregende Höhe erreicht. Wenn dazu dann noch beim Mieten oder beim Kauf einer Immobilie Steuern und Maklercourtage dazukommen, ist die finanzielle Belastungsgrenze häufig nicht weit entfernt. Um Geld beim Mieten oder Kauf einer Immobilie zu sparen empfehle ich nach Immobilienangeboten von Privatpersonen zu schauen, solche findet man zum Beispiel bei http://www.orangeimmo.de.

  2. Mir geht es nicht anders. Ich bin selber der Alleinverdiener und wir haben zwei Kiddies. Durch die Mieten muss man etlich Zeit mit der Suche nach einer großen und dennoch günstigen Wohnung investieren.

  3. Ich hätte nicht gedacht, dass für die Miete in Deutschland durchschnittlich mehr als ein Drittel des Einkommens aufgewendet werden muss. Auf unserer Plattform http://www.auxionit.com haben wir aktuelle Immobilien aus Österreich zusammengestellt, die verlost werden. Da spart man sich die Miete 🙂

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