Massives Eingreifen der chinesischen Regierung in Immobilienmarkt China, um Preisexplosionen entgegen zu wirken

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket greift die chinesische Regierung in den Immobilienmarkt ein, um dem rasanten Preisanstieg bei Immobilien entgegen zu wirken. Besonders junge Familien mit geringerem Einkommen sollen dabei unterstützt werden, ein Eigenheim zu erschwinglichen Preisen zu erwerben.

Allein im November stiegen in den 70 größten chinesischen Städten die Immobilienpreise um 5,75 Prozent im Vergleich zum November 2008, in den Metropolen Shenzhen, Shanghai und Peking war gar ein Preisanstieg von 50 Prozent und mehr zu verzeichnen. Dies nahm die chinesische Regierung zum Anlass, um durch diverse Maßnahmen in den Markt einzuwirken und die Preisexplosionen zu stoppen. In 2010 sollen auf Regierungsanordnung 1,8 Millionen Wohnungen zu günstigen Mietpreisen bzw. 1,3 Millionen günstige Wohnungen zum Kauf entstehen. So soll der überhitzte Markt runter gekühlt werden und auch gering Verdienenden und Familien die Chance auf günstigen Wohnraum entweder zum Kauf oder aber zur Miete gewährt werden.

Ein weiterer Aspekt, auf den größtes Augenmerk gelegt wird, ist die Vermeidung der Anhäufung von Landparzellen. Viele Anleger hatten bislang mit Hortungskäufen Landparzellen erworben und diese als rein spekulative Anlage genutzt. Hier will die Regierung ein neues Gesetz einführen, das bei Landkäufen einen sofort fälligen Betrag von 50 Prozent der Kaufsumme vorsieht. Die Zahlung der restlichen 50 Prozent muss dann innerhalb eines Jahres nach dem Kauf geleistet werden, ansonsten dürfen die Immobilienentwickler kein weiteres Land mehr erwerben. So soll eine schnellere Projektabwicklung gewährleistet werden.

Die neueste von der Regierung Chinas angekündigte Maßnahme ist die geplante Wiedereinführung der Geschäftssteuer auf Wohnungen, die innerhalb von weniger als fünf Jahren wiederverkauft werden. So sollen reine Spekulationskäufe eingedämmt werden.

Sämtliche Maßnahmen sollen dazu führen, den Markt wieder besser zu sättigen und dadurch den Preisanstieg einzudämmen. Die Regierung zieht die Notbremse, um den überhitzten Markt abzukühlen und die Preise für Immobilien auf ein gesundes Niveau zurück zu schrauben.

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