Immobilienhandel – Betrugsfälle im Internet

Wenn jemand eine Wohnung in exzellenter Lage für wenig Geld anpreist, so könnte es sich um ein Schnäppchen handeln. Das Ganze könnte jedoch auch Lockangebot von Betrügern sein. Vorsicht ist angesagt!

Faire Händler und schwarze Schafe
Wie bei jedem Handel, so ist es auch beim Immobilien – Handel: Neben vielen fairen Händlern gibt es die schwarzen Schafe, Betrüger, die Geld kassieren, ohne dafür einen Gegenwert zu liefern. Dabei nutzen diese Leute alle Medien, die auch dem seriösen Handel zur Verfügung stehen: einschließlich des Internets. Jüngst warnte die Polizei in München beispielsweise vor Betrügern, die sehr preisgünstige Wohnungen in Top-Lagen offerieren, angeblich, weil der Besitzer nun im Ausland wohnt und seine Wohnung in Deutschland abstoßen möchte. Vor einem avisierten Wohnungs-Besichtigungstermin wird aber erst einmal abkassiert: Interessierte werden aufgefordert, vorab Mieten oder Kautionen zu bezahlen, die sie, so die angeblichen Vermittler, selbstverständlich zurückerhalten, wenn ihnen die Wohnung nicht gefällt. Wer zahlt, hat allerdings das letzte Mal etwas von den Vermittlern gehört; die avisierte Wohnungsbesichtigung findet nie statt.

Traumhaus am Timmendorfer Strand
Insgesamt 150-mal soll ein Hamburger Kaufmann für Eigenheime am Timmendorfer Strand Anzahlungen kassiert haben, ohne dass es diese Eigenheime gegeben hat. So schrieben es die Lübecker Nachrichten am dritten Februar 2009. Die Preise waren Schnäppchenpreise und lagen zum Teil um ein Viertel unterhalb der Preise, die durchschnittlich für Häuser am Timmendorfer Strand zu zahlen sind. Weitere Immobilien habe der Kaufmann auf Sylt oder in der Türkei angeboten. Auch sie haben nie existiert; angezahlt wurden für diese Häuser teilweise Beträge in Höhe von 30.000€. Die Häuser blieben Traumhäuser: Häuser, von denen man nur träumen kann!

Internetbetrug – bei Verkäufen aller Art
Ob es nun der nicht existente Hund ist, für den 6.000€ ausgegeben werden, oder gar Münzen, für die eine halbe Million Euro von 200 Betrogenen im Nirvana verschwinden, ohne dass wirklich Münzen den Besitzer wechseln: Leichtgläubigkeit im Internet wird mitunter hart bestraft. Lassen Sie sich auch bei Immobiliengeschäften nicht auf anonyme Vorauszahlungen ein; selbst, wenn Ihnen dafür die schönste Traumimmobilie in bester Lage avisiert wird.

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