Deutschlands Bundesländer — ein Baukosten-Ranking

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer baut am teuersten im Land? Wir wissen zwar nicht so ganz genau, was das Spieglein wohl sagen würde, aber wir sind ja auch nicht im Märchen. Wer harte Fakten bevorzugt, für den hält LBS Research Informationen zu Baukosten in den einzelnen Bundesländern bereit. Einmal mehr zeigt sich, dass sich die Baukosten pro Quadratmeter in den einzelnen Bundesländern teils gewaltig unterscheiden. Zwischen dem teuersten und dem preiswertesten Bundesland liegen immerhin 550€ pro Quadratmeter Unterschied.

Die teureren Bundesländer…

550€ pro Quadratmeter Unterschied zwischen dem teuersten und preiswertesten Bundesland — bei einem Haus mit einhundert Quadratmetern wäre das bereits ein Unterschied von 55.000€. Für einen durchschnittlichen Bauherren ist das mit Sicherheit keine Kleinigkeit. LBS Research hat sich Daten des Bundesamtes für Statistik vorgenommen und sich die durchschnittlichen Baukosten der einzelnen Bundesländer genau angesehen. Das Nord-Süd-Gefälle in Deutschland ist deutlich: Am teuersten ist Bauen in Bayern; es folgen Baden-Württemberg und das Saarland. 1.587 Euro pro Quadratmeter kostet der Hausbau in Bayern. In Baden-Württemberg und im Saarland müssen jeweils über 1.400 Euro bezahlt werden. Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen gehören dagegen in die Gruppe von Bundesländern mit einem Baupreis zwischen 1.200 und 1.399 Euro. Teil dieser Gruppe ist auch der einzige Ausreißer unter den Nordlichtern: Deutschlands zweitgrößte Stadt, Hamburg.

… und die preiswerteren

Die größte Stadt des Landes, Berlin, präsentiert sich für Bauherren bedeutend preisgünstiger. Während Hamburger durchschnittlich 1.289 Euro pro Quadratmeter bezahlen, kommen Berliner mit 1.135 Euro weg. Die Hauptstadt liegt daher gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein in der gruppe der Bundesländer mit Quadratmeterkosten zwischen 1.100€ und 1.199€. Besonders preisgünstig (unter 1.100€ pro Quadratmeter) wird’s in den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Im letztgenannten Bundesland kosten die Quadratmeterpreise am wenigsten: 1.043 Euro pro Quadratmeter sind hier zu bezahlen.

Hausbau Firmen sortiert nach Bundesländern

Kein deutliches Stadt-Land-Gefälle und weitere Ergebnisse

Ein Stadt-Land-Gefälle hat LBS Research übrigens bei den Baukosten nicht unbedingt ausgemacht. Das Bauland ist zwar in urbanen Regionen in der Regel teurer als auf dem Land. Allerdings herrscht bei den Bau-Dienstleistungen in Städten meistens eine größere Konkurrenz zwischen verschiedenen Unternehmen; das senkt die Preise. Schaut man sich die durchschnittlichen geplanten Quadratmeterkosten für ganz Deutschland auf der Zeitschiene an, so sind die Kosten für Neubauten innerhalb von drei Jahren um sieben Prozent gestiegen. Die Preise für Gebrauchtimmobilien blieben dagegen in etwa auf demselben Niveau. LBS sieht eine Ursache für den Neubau-Preisanstieg bei einer steigenden Bereitschaft von Bauherren, mehr Geld für eine „gute energetische Gebäudeausstattung“ auszugeben. Die Umwelt wird’s freuen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Kein wunder, dass wir eine so geringe Eigenheim-Quote haben. Da rutscht der Immobilienwunsch für viele in die Ferne.

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