Aus dem Verwaltungsgebäude werden Luxusapartments – München funktioniert alte Gewerbeimmobilien um

Ganz klar – der Wohntrend geht in die Innenstädte, die neben den besseren Chancen am Arbeitsmarkt auch durch bessere Infrastruktur und kulturelle Angebote punkten können.

Gleichzeitig bringt diese Entwicklung aber auch das Problem von immer enger werdenden Wohnraum und Wohnungsknappheit mit sich. Platz für Neubauten ist in den Zentrumslagen der Großstädte kaum vorhanden – was bleibt ist also, bestehende Gebäude zu sanieren, zurenovieren und ggf. sogar umzufunktionieren. München geht hier mit bestem Beispiel voran, zumindest was Wohnraum für die Besser Betuchten betrifft So wurde das ehemalige Arbeitsamt in der Thalkirchner Straße jüngst in ein Areal von Luxuapartments umgewandelt, die yoo-Luxuswohnungen. Das erste Projekt dieser Art  wurde übrigens in Hamburg verwirklicht. Für das Design zeichnet Philippe Starck verantwortlich. Er schuf mitten in München eine Wohnoase der Extraklasse, innen mit hochherrschaftlichen Räumen, die mit der neuesten Technik kombiniert sind, außen mit extravaganten Torbögen, beleuchteten Brunnen etc. 

Ein weiteres interessantes Wohnprojekt, das gerade in München an den Start geht und bis zum Frühjahr 2011 fertig gestellt sein soll, ist der Umbau der ehemaligen Paracelus-Klinik, die ursprünglich eine privat Geburtsklinik war und nun ebenfalls zu Luxuswohnungen umgebaut werden soll. Die zwölf Eigentumswohnungen, die hier entstehen, punkten durch ihre zentrumsnahe und doch zugleich ruhige Lage im gehobenen Villenumfeld, u. a. hat die ehemalige Klinik einen wunderschönen großen Garten. Die Apartments, eines darunter als Penthouse mit umlaufender Dachterrasse geplant, sollen allesamt bis zu 250 Quadratmeter Wohnfläche umfassen und über eine eigene Tiefgarage verfügen.

Von der Gründerzeit bis zur Moderne – so lautet das Motto des Isarstadtpalais, das ehemals ein leer stehendes Bürogebäude in der Maisstraße war. Hier entstehen ebenfalls zentrumsnah Wohnungen der 2 – bis 5 Zimmer – Kategorie, die teilweise über mehr als 150 Quadratmeter und bis zu 3,60 Meter Deckenhöhe verfügen. Auch ein Conciergeservice ist inklusive.

Wer das Extravagante liebt und über das nötige Kleingeld verfügt, für den dürfte die Kombination von ehemaliger Gewerbenutzung und neuem modernem Wohnflair eine reizvolle Wohnalternative darstellen. Schade nur, dass ähnliche Projekte für den weniger gut bestückten Geldbeutel bisher eher rar gesät sind. In München gibt es derzeit nur ein nennenswertes Großprojekt dieser Art, den Arnulfpark. Zwar sind Wohnungen hier erschwinglicher, jedoch zeichnet sich die Wohnlage nicht gerade durch Ruhe aus. Die 1000 Wohnungen, die auf der Fläche des ehemaligen Containerbahnhofs neben zahlreichen Gewerbeflächen, Hotelneubauten und Parkanlagen seit Herbst 2004 entstehen bzw. entstehen werden, liegen direkt an den Bahngleisen in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Die Wohnkomplexe sind den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde und Luft zugeordnet, das Quartier Erde mit 450 Wohnungen ist bereits fertig gestellt.

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