Wohnqualität auf engem (Stadt-)Raum

Stadtflucht scheint kein großes Thema mehr zu sein: Wohnen in der Stadt erlebt eine Renaissance. Für den relativ engen Raum in Städten sind jedoch neue Hausbaukonzepte gefragt, die vom Magazin „Häuser“ mit dem Häuser Award 2009 belohnt wurden.

Wohnen auf dem Land: ein Wunsch von gestern?
Vielleicht ist es bei Ideen, wie und vor allem, wo man wohnen möchte, ein wenig wie mit der Mode. Verschiedene Konzepte wechseln einander ab, verschwinden, tauchen wieder auf. Im Fall des Wohnens ist das Wohnen in der Stadt wieder populär geworden. Jahrelang galt bei vielen Leuten: Raus aus der Stadt, wenn es irgendwie geht. Land: Das klang für viele nach Idylle, nach Abkehr von Hektik. Glaubt man einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik, zur der im November 2008 eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde, so ist das anders geworden. „Leben in der Stadt: Stadtwohnen ist wieder ‚in’“ wurde die Mitteilung betitelt. Unterstützt wird diese Aussage von der UN-Publikation „The 2007 Revision Population Database”: Für das Jahr 2005 wurde dort für Deutschland ein Anteil der Städter an der Gesamtbevölkerung von 73,4% dokumentiert. Für 2020 lautete die Prognose: 75.6% aller Deutschen werden dann städtisch wohnen. Wird es eng in Deutschlands Städten?

Lösungen für gutes Wohnen auf engem Raum
Nun sind Konzepte gefragt, wie sich angenehmes Wohnen in Städten auf engem Raum realisieren lässt. Das Magazin „Häuser“ hatte dafür den Häuser Award 2009 unter dem Titel „Besser wohnen in der Stadt“ ausgelobt. Prämiert werden sollten „Beispiele für den verdichteten Einfamilienhausbau“. Preisverdächtig waren demnach alle Hausbauprojekte, bei denen trotz engem Raum hohe Wohnqualität gewährleistet ist. Sieger wurde ein Büro- und Wohnhaus aus Köln, das auf nur 96 Quadratmetern und zwölf Ebenen Wohnfläche und Bürofläche kunstvoll vereint und Licht auf geschickte Weise viele Wege ins Hausinnere bietet. Betrachtet man Bilder des Siegerprojekts, so denkt man: Oh ja, hier lässt es sich wohnen! Ein größeres Kompliment kann man einem Haus eigentlich nicht machen. Der Häuser Award des Fachmagazins „Häuser“ wird mit Unterbrechung seit dem Jahr 2000 verliehen und steht jedes Mal unter einem anderen Motto. Für 2010 heißt das Motto: „Zukunft findet heute statt“. Auch das dürfte die Öffentlichkeit mit manch einem innovativen Projekt bekanntmachen.

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