Charité Berlin – ein Klinikkomplex auf Einsparkurs

Die Berliner Universitätsklinik Charité strukturiert derzeit mit dem Ziel der massiven Kostenersparnis um. Zu den Maßnahmen des Novellierungskonzeptes gehört der Verkauf von 20 Immobilien mit 200.000 Quadratmetern Fläche, die auf verschiedene Bezirke Berlins verteilt sind und deren Veräußerung an die 80 Millionen Euro einbringen soll.

Die verbleibenden 400.000 Quadratmeter Nutzfläche befinden sich an den Hauptstandorten in Steglitz, Virchow Klinikum, Mitte und Buch. Die Immobilien, die veräußert werden, sind teils an sehr attraktiven Standorten in Innenstadtnähe zu finden, wie etwa in der Monbijoustraße, in der Hannoverschen Straße, der Bunsenstraße, der Wilhelmstraße oder der Dorotheenstraße. Ein besonderes Schmuckstück ist das ehemalige Institut für Anatomie in Steglitz-Zehlendorf in der Königin-Luise-Straße, das über rund 4600 Quadratmeter verfügt. Die Charité-Chefs hoffen, die Gebäude in den nächsten drei bis fünf Jahren an neue Eigentümer übergeben zu können. Idealerweise sind die neuen Nutzer auch in der Medizinbranche angesiedelt, wie beispielsweise Unternehmen, die in der Medizintechnik zu finden sind, private Hochschulen und Institute im Medizinsektor, Business Schools etc.

Neben den Immobilienveräußerungen soll das Loch im Budget, das bis 2010 auf 200 Millionen Euro geschätzt wird, mit weiteren Umstrukturierungsmaßnahmen gestopft werden. Hierzu zählen die Schaffung von 17 Profit Centern, in die die ehemaligen 128 Einzelinstitute unterteilt wurden, die Zusammenlegung der zahnmedizinischen Abteilung in der Assmannshauser Straße, die Neuordnung der Radiologie sowie das Herunterfahren der Zahl der Studienanfänger.

Nichtsdestotrotz muss auch die Charité Einsparungen beim Personal vornehmen. In Summe sollen 500 Arbeitsplätze von Mitarbeitern in der Verwaltung, 150 von Arbeitnehmern im Funktionsdienst, 200 Ärzte- und Pflegestellen sowie 550 Stellen im medizinisch technischen Dienst abgebaut werden.

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