40% weniger CO2-Ausstoß bis 2030 — Freiburg und die Passivhäuser

Freiburgs Pläne sind ehrgeizig; nachdem das 1996 definierte Ziel, die CO2-Emissionen der Stadt um 25% bis 2010 zu reduzieren, wohl trotz allen Engagements scheitern wird, …

heißt die neue Marschroute seit 2007: 40% weniger CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030. Strenge Vorschriften für Neubauten sind ein Weg zu diesem Ziel: Ab 2009 dürfen Neubauten auf städtischen Flächen und neuen Baugebieten nur noch 40 Kilowattstunden pro Jahr an Energie verbrauchen.

Nicht viele Länder packen das Thema Umwelt auf die höchste Menüebene ihres Internetauftritts. Freiburg im Breisgau tut es und unterstreicht damit die Bedeutung, die das Thema für die Stadt innehat. Green City nennt sich die Stadt selbst, die bei der Realisierung von energiesparenden Maßnahmen selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Im Klimaschutzprogramm Freiburgs setzt sie sich selbst das Ziel, städtische Gebäude wie etwa städtischen Schulen in Immobilien mit Passivhaus – Standard umzuwandeln. Als eine erste konkrete Maßnahme sieht der 12-Punkte-Plan für die nächsten zwei Jahre den Bau eines neuen zusätzlichen Dachgeschosses einer Schule im Passivhausstandard vor. Passivhäuser verbrauchen durchschnittlich nur 15 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr und kommen ohne reguläres Heizungssystem aus. Dieser Passivhausstandard soll ab 2011 für Neubauten in Freiburg verbindlich sein; die ab 2009 geltenden Regeln, die eine Bauweise in Niedrigenergiestandard vorschreiben, sind deshalb nur eine Übergangsstufe.
Kabel Baden-WürttembergDiese Strategien für den Kampf gegen den Klimawandel sind eingebettet in ein ganzes Strategienpaket; Umweltschutz ist für Freiburg etwas, was ganzheitlich angegangen wird und nach Maßnahmen in verschiedensten Bereichen städtischer Planung und Konzeption verlangt. Und so gehört zum 12-Punkte-Plan der Stadt beispielsweise auch die Umstellung des städtischen Fuhrparks, sodass in Zukunft in erster Linie umweltfreundliche Erdgasfahrzeuge eingesetzt werden. Dass in Freiburg gefordert UND gefördert wird, zeigt wiederum der Immobilien – Sektor. Seit dem Jahr 2003 läuft das Förderprogramm „Wärmeschutz im Altbau“ erfolgreich, mit dem Umbau- und Sanierungsarbeiten, die der Energieeinsparung bei Altbauten dienen, finanziell gefördert werden. Freiburg setzt dafür seit der Pilotphase 300.000€ pro Jahr ein. Die bisher sanierten Gebäude — so die Stadt selbst — verbrauchen inzwischen im Durchschnitt 38% weniger Heizenergie als zuvor. Es sind viele Schritte, die zu großen Zielen führen!

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