Schwächetendenzen auf dem Pariser Immobilienmarkt

Die Pariser Notarskammer bestätigte in ihrer Pressekonferenz vom 7.April 2009 die sich abschwächende Konjunktur. Der durchschnittliche Quadratmeter Pariser Altbauwohnung kostete 6 520€/m² im 4.Quartal 2008 und erhöhte sich damit um 2,5% gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Bei der Entwicklung im Gesamtjahr 2008 ist auffällig, dass die Preiszuwächse sowohl  „per annum“, als auch zum jeweiligen Vormonat abnahmen. Der Durchschnittspreis  im 4.Quartal lag sogar um minus 1,9% niedriger als im Quartal zuvor.

Darüberhinaus wiesen die Notare auf die sinkende Anzahl der Transaktionen hin. Im Jahr 2008 wurden in der Stadt Paris insgesamt nur 29 740 Altbauwohnungen verkauft, während 1999 dieser Wert seine Spitze mit fast 44 000 veräusserten Einheiten erreichte.  Im 4. Quartal 2008 wurden 23,2% weniger Altbauwohnungen und 24,9% weniger Neubauwohnungen verkauft als im gleichen Zeitraum 2007. Im Grosssraum Paris “la Couronne“  nahmen die Verkäufe insgesamt um 16% ab.

Aussichten

Die weitere Entwicklung auf dem Pariser Immobilienmarkt wird in hohem Masse vom Verlauf der gegenwärtigen Wirtschaftskrise bestimmt werden.

Für den eigentlichen Wohnungsmarkt ist die Pariser Notarskammer langfristig aber zuversichtlich und benennt in ihrem Bericht diesbezüglich die folgenden Gründe:

-die Zinssätze für Hypothekendarlehen sinken und die Banken sind zunehmend in der Lage, Kredite zu gewähren;

– die Lage auf den Kreditmärkten entspannt sich;

– aufgrund der hohen Attraktivität der Stadt besteht generell eine grosse Nachfrage nach Wohnraum und ein „chronischer Wohnungsmangel“.

 

von Karl- Heinz Schabmüller MBA, KHS Sarl Paris

 www.khs.fr

 

 

 

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