Küche, Diele, Bad, Wohnraum — Ein- bis Zwei-Zimmerwohnungen im Trend

Laut Statistischem Bundesamt wird die Haushaltsgröße bis zum Jahr 2020 auf durchschnittlich 2,02 Personen pro Haushalt sinken. Das wird auch Herausforderungen für die Immobilien – Branche bedeuten.

Die Zeichen sind deutlich: Der GdW, der Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen schreibt im aktuellen „Wohnungsmarktbarometer“ von steigender Nachfrage nach Ein- bis Zwei-Zimmerwohnungen. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass in Berlin bereits jetzt 50% der Einwohner in Ein-Personen Haushalten leben. Bis zum Jahr 2020 soll das auch in Städten wie Bremen und Hamburg der Fall sein. Die Immobilien Branche sollte das beim Wohnungsbau nicht unberücksichtigt lassen.

Allerdings ist die Gruppe der in Einzelhaushalten lebenden Menschen keine homogene; zu ihr gehören Rentner ohne Partner ebenso wie Studenten, Geschiedene oder Berufstätige, die wochentags weit entfernt vom eigentlichen Wohnort leben. Hier wird Kreativität, aber auch Finanzkraft gefragt sein, um dem aus unterschiedlichen Motiven gespeisten Bedarf ein geeignetes Immobilien – Angebot entgegen zu setzen. Ein Weg dazu können Wohn – Projekte sein, Bau- oder Siedlungsgemeinschaften, die etwa im Wohnprojekte-Portal im Internet vorgestellt werden. Eigeninitiative kann durchaus ein Weg sein, ohne allzu lange Reaktionszeiten Wohn – Immobilien zu schaffen oder umzugestalten, die einem wandelnden Bedarf Rechnung tragen und verschiedene Gruppen der Gesellschaft, etwa Alte und Junge, zusammenführen. Wer allerdings über die durchaus wichtige Phase der Ideenfindung hinausgehen möchte, wird Unterstützung suchen müssen. Das Wohnprojekte-Portal hat deshalb eine Seite einem BeraterInnen-Netzwerk gewidmet, das die Realisierung solcher Projekte begleitet und auch tragbare Finanzierungen realisiert.

Derartige Projekte können zu Immobilien führen, in denen man alleine lebt, ohne alleine zu sein, in denen man auch als Bewohner einer Ein-Zimmer-Wohnung die Nähe Anderer findet, wenn man sie sucht. Die GdW macht im Wohnungsbau auch den Trend zu mehr Qualität statt Quantität aus. Da fallen Stichworte wie „vernetztes Wohnen“ (Einbindung von EDV in die Wohnungen) und altersgerechtes Wohnen. Fantasten und Realisten werden im Wohn – Immobilien – Bau enger zusammenrücken müssen.

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