Demographische Entwicklung wirkt sich verstärkt auf Wohnungsmarkt aus – sinkende Wohnungsnachfrage, dramatisches Gefälle zwischen Stadt und Land

Trotz des Wegfalls der Eigenheimzulage und den dadurch bedingten Rückgang der Baugenehmigungen wird es in Deutschland keinen Engpass an Wohnungen geben – im Gegenteil, der demographische Wandel – sinkende Bevölkerungszahlen aufgrund des Geburtenrückgangs – sorgt dafür, dass immer mehr Wohnungen und Eigenheime bundesweit leer stehen.

Dies belegen auch aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), die besonders für die nächsten acht Jahre keinen Stopp der Leerstände prognostizieren. Im Gegenteil, laut Expertenteam des BBR wird die Nachfrage nach Wohnungen sowie Eigenheimen der Ein- und Zweifamilien-Kategorie bis 2020 sukzessive sinken. Bis 2010 sollen im Jahresdurchschnitt noch 278.000 Wohnungen nachgefragt werden, ab 2011 noch 208.000 Wohnobjekte jährlich, ab 2016 sollen es gar nur noch 191.300 Einheiten pro Jahr sein.

Besonders kritisch sehen die Experten die ländlichen Räume. Bereits jetzt zieht es viele Bürger in die größeren Städte, da sie dort bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehen. Den hohen Leerstandsquoten auf dem Land stehen dann Wohnungsengpässe und steigende Mietpreise in den Metropolregionen entgegen. Ähnlich sieht es bei den Eigenheimen aus. Außerhalb der Ballungszentren prognostiziert das BBR einen Rückgang der Nachfrage von derzeit 149.700 Objekten auf 75.300 Einheiten bis zum Jahr 2016, was einen Rückgang von fast 50 Prozent bedeutet. Auch die Eigenheim-Preise in den ländlichen Regionen sind seit 1996 drastisch, um mehr als 30 Prozent gefallen, so aktuelle Zahlen der Immobilienfondsgesellschaft Degi.Hier heißt es nun, aktiv zu werden, um neue Modelle zu entwickeln, die die Situation entschärfen und auch das Leben auf dem Land wieder schmackhaft machen.

Dies fängt bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen an und hört bei der Ermöglichung altengerechten Wohnraums, der auch der älteren Generation alle Annehmlichkeiten des Ruhestandes, die sie bisher häufig nur in den Städten findet, auf. Zudem müssen, dem guten Beispiel Ostdeutschlands folgend, nicht mehr benötigte unattraktive Wohnungen abgerissen oder von Grunde auf saniert werden. Denkbar wäre auch eine staatliche Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaften, um in den Ballungszentren der Metropolregionen weiteren attraktiven Wohnraum zu schaffen. Bereits in diesem Jahr bringt das Bundesbauministerium vier Millionen Euro in solche Modellprojekte ein, immerhin ein guter Anfang, auf den sich bauen lässt!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Endlik gut deutsch Sprache und schone stilisation in der text. Habe auch realschule abschlus zweite klasse wie autor dieser schön Beitrag über Wohnungsmarkt.
    Also ich auch habe gute chance autor sein.
    Werde bewerbung.
    Gruße

    Ali

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