Zur Miete wohnen: typisch Deutschland

Deutschland ist ein Mietermarkt – das ist kein Geheimnis. Verglichen mit vielen anderen Ländern Europas, teils sogar in sehr naher Nachbarschaft, bedeutet das andere Voraussetzungen für die Preisentwicklung. Dennoch muss beachtet werden, dass es trotz allgemeiner Zahlen große innerdeutsche Unterschiede gibt.

 

Nicht zu viel pauschalisieren

Mit 58 Prozent liegt die Mieterquote in Deutschland weit über dem europäischen Schnitt. Das ist allerdings nur der bundesweite Schnitt. Regional betrachtet tun sich hier große Unterschiede auf. So sind vor allem strukturschwächere Regionen wie der Osten große Mietermärkte, während florierende westdeutsche Metropolen mehr und mehr zum Vermietermarkt werden. Dabei sind mehrere Faktoren ausschlaggebend, allen voran natürlich der Zuwachs, also das städtische Wachstum. Städte wie München, Hamburg oder Frankfurt verzeichnen hier immer stärkere Zahlen, sodass sich auch die Vermieterszene in eine entsprechende Richtung bewegt.

 

Bautätigkeiten ebenfalls entscheidend

In Ballungsräumen mit starkem Wachstum ist die Stadtplanung eigentlich gefragt, dem Bedürfnis nach neuem Wohnraum nachzukommen. Tut sie das nicht, trägt das ebenfalls zum Vermietermarkt bei. Auch hier kann München als Paradebeispiel angeführt werden. Die Stadt an der Isar wächst schneller als jede andere deutsche Stadt; aktuell kommen Investoren und verlässliche Bauunternehmen nicht mit der Realisierung ausreichend vieler Projekte nach. Für Vermieter ist das natürlich ein dankbarer Zustand, auch wenn er wohl nicht ewig anhalten wird.

 

Makler profitieren ebenfalls

Die genannten Umstände kommen auch den Maklern entgegen. Je nach Standort der Immobilie wird jede angesetzte Courtage bedenkenlos gezahlt, auch wenn sie teils nicht im Verhältnis zum Aufwand steht. Gerade bei Gering- und Normalverdienern ist das allerdings ein Problem, da jeder Neueinzug ohnehin schon mit vielen Kosten verbunden ist. Es macht daher Sinn, sich schon frühzeitig auch mit Faktoren wie Energieeffizienz auseinanderzusetzen.

 

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