Vermietungen von Büroimmobilien auf niedrigem aber verhältnismäßig konstantem Niveau

Die Quartalszahlen der großen Maklerhäuser im Hinblick auf Büroflächenvermietungen können die Lage nicht beschönigen, großartige Verschlechterungen können aber auch nicht verzeichnet werden. Im zweiten Quartal 2009 gingen die Vermietungen in […]

Die Quartalszahlen der großen Maklerhäuser im Hinblick auf Büroflächenvermietungen können die Lage nicht beschönigen, großartige Verschlechterungen können aber auch nicht verzeichnet werden.

Im zweiten Quartal 2009 gingen die Vermietungen in den großen deutschen Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart wie auch im ersten Quartal dieses Jahres um ein Drittel zurück. Es wurden aber im ersten Halbjahr immerhin noch rund eine Million Quadratmeter an Gewerbefläche vermietet. Großer Verlierer ist Düsseldorf mit einem Büroflächenmietrückgang von 53 Prozent, gefolgt von Berlin und Stuttgart mit einem Minus von 20 Prozent. Im Mittelfeld bewegen sich dagegen München und Hamburg. Für Frankfurt konnten keine relevanten Zahlen ermittelt werden, da die Deutsche Bank mit ihrer großflächigen Anmietung von Büroflächen im Silberturm der Dresdner Bank das Bild verzerrt.

Auch die Preise der Spitzenmieten bewegen sich im europäischen Vergleich und mit einem durchschnittlichen Rückgang von 5 Prozent auf einem stabilen Niveau. Generell gilt, dass neuere Objekte in den 1A-Lagen der deutschen Metropolen weniger Vermietungsprobleme und Leerstandsquoten haben als ältere Objekte, die sich zudem oftmals in B-Lagen befinden. Doch auch zusätzliche Mietanreize wie besondere technische Ausstattungen, Übernahme der Umzugskosten, Renovierung der Räumlichkeiten zu Lasten des Vermieters oder mehrere Monate Mietfreiheit können die Unternehmen derzeit nicht zu weiteren Mietinvestitionen ermuntern. Viele Firmen prüfen momentan erst einmal ihren zukünftigen Personalbedarf und sondieren die wirtschaftliche Lage in einem schwieriger gewordenen Marktumfeld.

Nichtsdestotrotz rechnen die Immobilien- und Beratungsunternehmen in ihrer Jahresprognose mit einem Rückgang des Flächenumsatzes, der die 20 – 30 Prozent Marke nicht überschreitet. Positiv wird eingeschätzt, dass zahlreiche Mietverträge aus den Boomjahren 1999 und 2000, die eine zehnjährige Laufzeit hatten bzw. die Verträge aus 2004 und 2005 mit einer fünfjährigen Laufzeit, bald auslaufen und somit Raum für Neuvermietungen schaffen.

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