Rekorde bei der Förderung der Energieeffizienz von Immobilien

Förderungen für energieeffizientes Bauen und Sanieren waren 2009 heiß begehrt. Das jedenfalls meldet die KfW-Bankengruppe am elften Dezember 2009 in einer Pressemitteilung und verzeichnet als Förderer ihr erfolgreichstes Jahr seit 2001. Ein Grund für diesen Boom dürften die 2008 abermals gestiegenen Heizkosten sein. Nach Ansicht der KfW kommt als weitere Ursache eine gestiegene Transparenz der Förderangebote in Frage.

Steigende Heizkosten

Um 17 Prozent seien Heizkosten für Eigenheime und Mieter im Jahr 2008 gestiegen, meldete die Zeitung „Welt“ am ersten Oktober 2009 und berief sich dabei auf Zahlen des Deutschen Mieterbundes (DMB). Für Besitzer von Eigenheimen mag das ein zusätzlicher Anstoß gewesen sein, um über eine energetische Sanierung nachzudenken. Und Menschen, die zum damaligen Zeitpunkt Neubauten planten, könnte es durchaus angeregt haben, sich für eine energieeffiziente Bauweise zu entscheiden. Fakt ist, so berichtet die KfW-Bankengruppe in ihrer Pressemeldung vom elften Dezember 2009, dass die Bankengruppe bis zum 30. November 2009 insgesamt 200.000 Kredite oder Zuschüsse vergeben hat. Das Gesamtvolumen dieser Fördermaßnahmen betrug acht Milliarden Euro.

Weniger CO2, weniger Heizkosten

Die KfW berichtet über eine Reihe positiver Folgen dieser Entwicklung.

Alle Vorhaben, die 2009 gefördert wurden, sollen den Ausstoß von Kohlendioxid dauerhaft um insgesamt 1,3 Millionen Tonnen verringert haben. Dies wäre ein weiterer Beitrag Deutschlands zum Klimaschutz weltweit, der derzeit heiß diskutiert wird. Laut statistischen Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technik sank der CO2-Ausstoß in Deutschland von 2001 bis 2007 kontinuierlich von 917 Millionen Tonnen auf 861 Millionen Tonnen im Jahr. Die Investitionen in energetische Bau- und Sanierungsmaßnahmen werden bereits damals ihren Beitrag dazu geleistet haben.

Aber auch das eigene Portmonee der Immobilienbesitzer profitiert. Nach Berechnungen der KfW sparten diejenigen, die mit Hilfe einer KfW-Förderung zwischen 2005 und 2008 in energetische Sanierung oder Baumaßnahmen investierten, insgesamt Heizkosten in Höhe von fast einer Milliarde Euro ein.

Beides — Klimaschutz und Schutz des eigenen Portmonees — dürfte auch in Zukunft manch einen dazu bewegen, KfW-Programme in Anspruch zu nehmen.

Mehr Transparenz

Die KfW selbst sieht für den derzeitigen Boom bei ihren Förderprogrammen aber noch eine weitere Ursache: eine gestiegene Transparenz der Angebote. Der KfW-Effizienzhaus-Standard übersetzt Energieeinsparungen tatsächlich in recht einfach nachvollziehbare Zahlen. So bedeutet Effizienzhaus 70 beispielsweise, dass solch ein Haus nur siebzig Prozent der Primärenergie verbraucht, die ein Neubau nach gesetzlichen Regelungen maximal verbrauchen darf. Wer daher Förderprogramme der KfW fürs Effizienzhaus 70 in Anspruch nehmen möchte, muss mit seinen Sanierungs- oder Baumaßnahmen eine Energie-Einsparung in der oben geschilderten Größenordnung erreichen. Im Prinzip gilt bei der KfW-Förderung der Grundsatz: Eine kleinere Zahl X (Effizienzhaus X) = höhere Energieeinsparung = bessere KfW-Förderung. Die meisten potenziellen Sanierer oder Bauherren werden solch einfache Formeln wohl begrüßen.

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