Metropolen am Rhein: Bevölkerungszahlen lassen positiv in die Zukunft der Immobilienmärkte blicken

„Immobilien 2025 – Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Immobilienmärkte“ so lautet der Titel einer bislang einmaligen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Und hiernach schneiden besonders die Metropolen in NRW entlang des Rheins positiv ab, wenn man demografische Entwicklungen in Bezug auf den Immobilienmarkt setzt.

Spitzenreiter ist die Domstadt Köln, die zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und Bonn die Wachstumsprognosen am Rhein bis 2025 anführt. Konkret sehen die Ökonomen des IW für Düsseldorf ein Bevölkerungswachstum von 1,5 Prozent voraus, was einer steigenden Nachfrage an Wohnfläche von 3,1 Prozent entspricht, für Köln steht ein Bevölkerungsplus von 5,8 Prozent für einen gesteigerten Bedarf an Wohnfläche von 7,7 Prozent. Landesweit gesehen kann diese Zahlen nur noch München toppen. 

In Köln ziehen vermehrt junge Arbeitnehmer zu, das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet in diesem Sektor mit einem Plus von 19.000 Angestellten, was sich zusätzlich zum Bedarf an privaten Wohnraum in der Nachfrage nach Büroflächen bemerkbar machen wird. Hier ist mit einem Plus von drei bis zehn Prozent zu rechnen. Nach momentanen Stand dürften diese Tendenzen preissteigernd auf die Immobilienmärkte wirken. Aufgrund des knappen Flächenangebots in der Innenstadt dürften die Preise für Immobilien, ob zur Miete oder zum Verkauf, steigen.  

Verlierer der Studie sind klar die Mittelzentren. In Nordrhein-Westfalen schneidet Mönchengladbach am schlechtesten ab. Die demografische Entwicklung wird um 3,3 Prozent rückläufig eingeschätzt, dementsprechend sinkt der private Wohnraumbedarf um 0,4 Prozent, die Nachfrage nach Büroflächen gar um 8,9 Prozent. Mönchengladbach dürfte damit Essen, Dortmund und Duisburg auf dem Fuße folgen, was öffentliche Fördermittel zum Stadtumbau betrifft. Letztere Städte beziehen bereits Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Stadtumbau West“, bei dem Großsiedlungen zurück gebaut, brach liegende Flächen in Freizeit- und Sporteinrichtungen umgewandelt werden. Ähnliche Tendenzen sieht die Studie für Krefeld (Bevölkerungsminus von vier Prozent, Büroflächenminus von neun Prozent), Neuss dagegen kann das heutige Niveau vermutlich halten.  

Ähnliche Beiträge: