Immobilienmarkt in Leipzig mit Höhen und Tiefen aber insgesamt auf stabilem Niveau

Der Leipziger Immobilienmarkt zeigte sich in 2009 weitestgehend stabil, so die aktuelle Auswertung des Gutachterausschusses, die im Grundstücksmarktbericht 2009 zusammengefasst ist.

Alles in allem wurden 10 Prozent weniger Immobilien gehandelt, was einem Umsatzrückgang von 15 Prozent bzw. 162 Millionen Euro Minus entspricht. Am stärksten betroffen ist der Bereich der Portfolioverkäufe von bebauten Grundstücken also das Segment institutioneller Anleger bzw. Großinvestoren. Im Vergleich: 2007 wurden durch 100 Portfoliotransaktionen noch 410 Millionen Euro umgesetzt, in 2008 waren es noch 196 Millionen Euro durch 47 Transaktionen, in 2009 dagegen nur noch 19 Paketverkäufe, durch die 31 Millionen Euro in den Markt flossen.

Auch im Bereich der Mehrfamilienhäuser ist ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, wobei dieser bei den unsanierten Mehrfamilienhäusern moderater ausfällt als bei sanierten Mehrparteienobjekten. Hier gingen zwar die durchschnittlichen Kaufpreise in die Höhe, jedoch wurden 20 Prozent weniger Objekte umgesetzt als im Vorjahr. Auch Eigentumswohnungen sind eher von marginaler Wichtigkeit auf dem Leipziger Immobilienmarkt. Der Umsatz ging um 10 Prozent im Vergleich zu 2008 zurück. Die Mehrheit der Eigentumswohnungen ging in 2009 an institutionelle Anleger, die bevorzugt denkmalgeschützte Einheiten erwarben, durch deren Sonderabschreibungsmöglichkeiten sie profitieren können.

Die Nachfrage nach unbebauten Grundstücken für Einfamilienhäuser ist dagegen konstant. Hier konnten 301 Transaktionen mit einem Umsatz von 20 Millionen Euro in den Markt einfließen. Der Bereich der bebauten Grundstücke ist ebenfalls stabil. Zwar gingen die Verkäufe im Vergleich zum Jahr 2008 von 443 auf 409 zurück, jedoch blieb der Umsatz dank stabiler Preise auf nahezu konstantem Niveau (61,2 Millionen Euro in 2008 zu 60,5 Millionen Euro in 2009).

Insgesamt ist die Preisentwicklung als durchaus positiv zu bezeichnen. Der durchschnittliche Kaufpreis für unbebaute Einfamilienhausgrundstücke lag bei 102 Euro pro Quadratmeter, für Stadthausgrundstücke sogar bei 160 Euro pro Quadratmeter, womit das Vorjahresniveau sogar übertroffen werden konnte.

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