Hauskauf — und was ist mit den Nebenkosten?

„Nebenkosten“ heißt ein kostenloser Ratgeber des Verbandes Privater Bauherren. Der Ratgeber könnte vielen Bauherren helfen, die Gesamtkosten für ein gekauftes Haus realistisch zu planen.

Nebenkosten…
Der Ratgeber listet diejenigen Kosten bei einem Hauskauf auf, die neben dem eigentlichen Kaufpreis auf den Käufer zukommen. Zu diesen Gebühren gehören etwa Notargebühren, Kosten für den Eintrag ins Grundbuch und die Grunderwerbssteuer. Das alles kann sich ganz schön summieren. Das Portal „Baulinks“ machte einmal eine Beispielrechnung für ein Haus mit einem Grundpreis von 300.000€ auf. Die Notargebühren werden dort mit rund 1.200€ inklusive Mehrwertsteuer angegeben. Der Prozentsatz der Grunderwerbssteuer kann seit 2006 von den Bundesländern selbst festgelegt werden; in den meisten Bundesländern beträgt er nach wie vor 3,5% des Kaufpreises. In Berlin und Hamburg sind es dagegen bereits 4,5%. Bei 3,5% kommen auf den Käufer des 300.000€-Hauses insgesamt etwa 10.500€ an Steuern zu. Die Eigentümer des Hauses ins Grundbuch einzutragen, kostet zusätzlich etwa 500€. Alle Kosten sind damit allerdings nicht abgedeckt.

und weitere mögliche Nebenkosten
Weitere mögliche Nebenkosten sind etwa die Maklercourtage, falls die Dienste eines Maklers in Anspruch genommen wurden. Dazu kommen dann noch die Grundsteuer und verschiedene städtische Gebühren sowie die Kosten für die Baufinanzierung (effektiver Jahreszins). Der VBP rät Hauskäufern dazu, von Anfang an auch einen Euro pro Quadratmeter und Monat für eventuelle Sanierungs- und Instandhaltungskosten zurückzulegen. Insgesamt, so der VBP, sollten die gesamten Kosten für die Finanzierung der Immobilie 30 bis 40 Prozent des Nettoeinkommens der neuen Hausbesitzer nicht übersteigen.

Checkliste
Wertvoller Bestandteil des VBP-Ratgebers „Nebenkosten“ ist eine Checkliste, mit der potenzielle Hauskäufer alle Einmalkosten, einmalige und laufende Nebenkosten auflisten können, um die monatlichen Gesamtkosten für die Hausfinanzierung transparent zu gestalten. Das könnte bei manch einem dazu beitragen, sich finanziell nicht zu überschätzen.

Verband Privater Bauherren
Herausgegeben wird der Ratgeber vom Verband Privater Bauherren e.V. (VPB). Der 1976 gegründete VPB bietet Beratungsdienstleistungen für Bauherren und Hauskäufer an und nennt sich selbst auf seiner Internetseite die „älteste bundesweit tätige Verbraucherschutzorganisation im Bauwesen“. Für die Beratung unterhält die Organisation eine ganze Reihe von Regionalbüros, an die sich Interessierte mit Fragen wenden können. Darüber hinaus bringt der VPB aber auch eine Reihe von Online-Ratgebern heraus: Das sind neben dem Ratgeber „Nebenkosten“ etwa Ratgeber mit Titeln wie „Bauabnahme“, „Lüften, aber richtig“ oder „Vom Mieter zum Eigentümer“.

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