Büroflächen in Berlin weiterhin beliebt

Bedarf an Büroimmobilien in der Bundeshauptstadt bleibt hoch

Berlin gehört zu den Hotspots im Bundesgebiet. Sowohl Wohnimmobilien als auch gewerbliche Flächen stehen einer stetig wachsenden Einwohnerzahl und Investoren entgegen. Entsprechend reagiert der Immobilienmarkt mit steigenden Preisen. Während der monatliche Mietpreis einer 30 Quadratmeterwohnung im vergangenen Jahr bei 8,36 Euro pro Quadratmeter lag, werden inzwischen durchschnittlich zehn Euro verlangt (Quelle: PWIP Wohnungs-Infobörse GmbH). Eine ähnliche Preisentwicklung zeigt sich auch bei den Büroflächen in Berlin. Die Nachfrage nach adäquaten Büroimmobilien steigt weiterhin an.

Immer kleiner werdendes Angebot an Büroflächen

Begünstigt wird die steigende Anfrage nach lukrativen Büroimmobilien durch ein sinkendes Flächenangebot in der Bundeshauptstadt. Berlin ist ein äußerst beliebter Standort für viele Unternehmen und Neubauprojekte können häufig nicht realisiert werden. Entsprechend verringert sich der Leerstand an Büroflächen in Berlin zunehmend. Laut der Angermann Real Estate Advisory AG Berlin hat sich die Fläche von nicht genutzten Immobilien von rund 1.050.000 auf eine Million Quadratmeter verringert. Das entspreche einer Leerstandsquote von 5,1 Prozent im Bereich der Büroflächen.

Büroimmobilien in Berlin: Rückgang der Vermietungen

Trotz einer starken Nachfrage nach Büroflächen in Berlin ist ein Vermietungsrückgang zu verzeichnen. Immobilienmakler sehen hier ein sich veränderndes Anforderungsprofil der Mieter als Grund für diese Tendenz. Viele Büroräume müssten erst renoviert oder umgebaut werden, sodass sich Unternehmen dort ansiedeln könnten. Auch aktuelle Zahlen aus dem zweiten Quartal 2013 bestätigen den Erfahrungswert der Immobiliendienstleister in Berlin. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 wurden mit einem Flächenumsatz von etwa 210.000 Quadratmetern 14 Prozent weniger Bürofläche umgesetzt.

Innerstädtische Büroflächen weiterhin am beliebtesten

Wie auch bei den Wohnimmobilien zu beobachten, sind vor allem die innerstädtischen Lagen bei den Berliner Büromietern am beliebtesten. Insbesondere Berlin-Mitte nimmt mit einem Flächenumsatz von 62.600 Quadratmetern im ersten Halbjahr 2013 bei den Büroimmobilien eine Vorreiterolle ein. Weitere wichtige Standorte für Büroflächen sind:

  1. Charlottenburg
  2. Kreuzberg
  3. Friedrichshain
  4. Wilmersdorf
  5. Schöneberg
  6. Tempelhof

Eine sehr gute Infrastruktur beziehungsweise Verkehrsanbindung ist hierbei einer von vielen Gründen, weshalb sich Unternehmen für eine Büroimmobilie in diesen Stadtteilen von Berlin entscheiden.

Immobilienmakler nehmen zentrale Rolle ein

Bei der Beschaffung einer ansprechenden Büroimmobilie sind Makler weiterhin wichtige Ansprechpartner. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland im Wohnungssektor rund 25 bis 30 Prozent über einen Immobilienmakler vermittelt werden. Experten sehen diesen Wert im Bereich der gewerblichen Immobilien und Büroflächen deutlich höher. Aufgrund des aktuellen Tagesgeschäfts fehlt Unternehmen häufig die Zeit, sich eigenständig nach einer passenden Büroimmobilie umzusehen. Für sie ist es deutlich einfacher, die Vorstellungen an einen Immobilienexperten zu vermitteln, welcher dann ausschließlich die in Frage kommenden Angebote präsentiert.

Ein aktuelles Beispiel für ein solches Vorgehen ist AENGEVELT Berlin. Der Immobilienmakler beschaffte einem Software-Entwickler eine passende Büroimmobilie mitten am Alexanderplatz. Der Büro-/Geschäftshauskomplex „Panoramastraße 1“ in Berlin-Mitte ist künftig die neue Geschäftsadresse – mit rund 155 Quadratmetern Bürofläche.

Büroimmobilie in der Panoramastraße in Berlin-Mitte

Büroimmobilie in der Panoramastraße in Berlin-Mitte

Ähnliche Tendenzen auch in anderen Städten

Eine ähnliche Entwicklung im Büromarkt ist auch in anderen deutschen Großstädten zu beobachten. Laut dem Kölner Maklerunternehmen Larbig & Mortag Immobilien wurden in der Domstadt im ersten Halbjahr 2013 etwa 123.000 Quadratmeter Bürofläche vermittelt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 13 Prozent.

Fazit: Unternehmen, die Büroflächen in Berlin, aber auch in anderen deutschen Großstädten suchen, befinden sich in einem hart umkämpften Immobilienbereich. Die Suche nach adäquaten Büroimmobilien ist insbesondere in urbanen Ballungsräumen sehr schwer.

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