And the Oscar goes to… Kranhaus 1

Das Kranhaus 1 aus Köln wurde in Cannes mit dem Immobilien-Oscar ausgezeichnet. Für die Stadt Köln könnte es zum neuen Highlight werden.

Die Modernisierung von Hafengebieten liegt momentan sehr im Trend. Hamburg hat es vorgemacht und in Köln triumphiert man nun auf ganzer Linie. Das Kranhaus 1, also das mittlere Kranhaus am Kölner Rheinauhafen, konnte in Cannes restlos überzeugt. Die Konkurrenz, der Angerhof in München und das World Finance Center in Shanghai, hatten in der Kategorie „Business Centre“ keine Chance. Daher dürfen sich die Erbauer des Kranhauses über den MIPIM Award 2009 freuen. Die Jury bestand aus den Teilnehmern der weltweit wichtigsten Immobilien-Messe, die drei Tage Zeit hatten, ihre Stimme direkt auf der Messe an ihr Objekt der Wahl zu vergeben.

Das Kranhaus 1 gehört zur dreiteiligen Serie der Kranhäuser, die jeweils etwa 60 m hoch sind und viel Platz für Büroflächen bieten. Die Bauzeit für das Kranhaus 1 lag knapp unter zwei Jahren. Bevor mit dem Bau begonnen wurde, war die Tiefgarage unter den Kranhäusern, mit einer Länge von 1,6 km übrigens die längste in Europa, bereits fertig. Das Kranhaus 1 bietet nun auf 15 Etagen knapp 16.000 qm Bürofläche. Ca. 60 Millionen Euro wurden investiert. Das Kranhaus 1 liegt in der Mitte der Kranhäuser. Links daneben entsteht das Pandion Vista und rechts davon das KranhausPlus. Im Gegensatz zum Kranhaus 1 wird es in den anderen beiden Häusern nicht nur Büroflächen, sondern auch Wohnflächen bzw. Luxus-Apartments, die gehobenen Ansprüchen mehr als nur gerecht werden, geben. Man sagt, dass die Kranhäuser das Stadtbild Kölns in ähnlicher Weise prägen werden, wie der Kölner Dom das bereits seit Langem macht. Die Kranhäuser erinnern an gedrehte Ls und auch ein wenig an die Optik von Baukränen. Der Ausleger von Kranhaus 1 ist 48 m lang. Die Bauweise der Kranhäuser beinhaltet viele Elemente aus dem Brückenbau, denn die zwei Stempel, die das Gewicht tragen, erfordern eine Hochleistungsstatik.

Entscheidend an der Entwicklung der Kranhäuser beteiligt waren Winfried Siebers und Rainer Schulz von Development Partner und der Architekt Hadi Teherani, der nun insgesamt drei MIPIM-Awards sein Eigen nennen darf. Es hat sich also definitiv gelohnt, am Projekt dranzubleiben, auch wenn die Realisierung lange Zeit nicht in greifbarer Nähe lag. Die Stadt Köln und viele Mitaussteller, bekannte und angesehene Immobilien-Spezialisten unter anderem auch aus der Region Bonn, waren unter dem Markennamen Cologne & Partners vor Ort in Cannes.

Der Immobilien-Oscar schadet Köln ganz gewiss nicht, die Nachfrage nach Immobilien im Raum Köln ist trotz der momentan schwierigen wirtschaftlichen Lage ungebrochen hoch. Der MIPIM-Award wird die Nachfrage noch einmal pushen. Auch der Einsturz des Stadtarchivs kann daran nichts ändern. Viele aus Köln geladene Gäste hatten ihre Teilnahme an der MIPIM kurzfristig absagen müssen, verfolgten die Preisverleihung aber aus der Ferne und sparten nicht mit Glückwünschen.

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